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Posty

Wyświetlanie postów z 2020

Mit Witz und Liedern gegen Lukaschenko

  In den Minsker Innenhöfen wird gerade eine Bürgergesellschaft geboren Die Abfalleimer aus Gussbeton rund um den Kinderspielplatz sind weiss-rot-weiss angepinselt. Ein kleines Zeichen des Widerstandes gegen das Regime zwischen Hochhäusern im westlichen Minsker Stadtteil Kamennaja Gorka. Die fünf riesigen Wohnblocks wurden alle vor rund zehn Jahren gebaut. In der Nachbarschaft ist grosses Bürohaus, in dem sich auch westliche IT-Firmen eingemietet haben, das dem Quartier seine informellen englisch-sprachigen Namen gegeben hat. Doch nun wird der Innenhof neu getauft – und zwar auf Weissrussisch: «Kwartal der Solidarität», Solidaritätsquartier, heisst es nun in roten Lettern auf weissem Grund an einem Transformatorhäuschen. Jemand hat darunter ein Graffito der beiden Minsker DJs aufgesprüht, die es kurz vor den Präsidentschaftswahlen gewagt hatten, auf einer Veranstaltung für den Amtsinhaber statt einer vorgesehenen Hymne den sowjetischen Rocksong «Peremen» (Wende) von Wiktor Tsoi aufzu

Aus Rache in den Krieg gezogen

Eine sowjetische Soldatin, die 1945 in Berlin einmarschierte. Tamara Lebedewa, Soldatin, war neunzehn, als sie mit der Roten Armee in Berlin einmarschierte. Heute befehligt sie einen Veteranenchor. Paul   Flückiger, Tiraspol (2005) « Die Deutschen sind ein ehrliches und arbeitsames Volk, ein Kulturvolk - ganz anders als unsere russischen Iwans», sagt Tamara Lebedewa. Sie spricht mit fester Stimme und hält sich dabei auch heute noch aufrecht wie ein Stock. Nein, die einfachen Bürger Nazi-Deutschlands seien nicht schuld am Krieg gewesen, sagt die bald 80-jährige Kriegsveteranin. Ihre Lebensgeschichte liesse anderes erwarten: 1942, wenige Monate nach dem Überfall Deutschlands auf die Sowjetunion, verliert sie Vater und Bruder durch eine Bombe. Die Fünfzehnjährige meldet sich als Freiwillige bei der Roten Armee in Leningrad. Ihre Motivation: Rache. «Ich war zu jung, zu klein, hatte nicht einmal einen Pass», erinnert sich Tamara Lebedewa, die «Tara» genannt werden will