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Posty

Wyświetlanie postów z sierpień, 2015

„Sind auf dieser Welt, um unsere Spuren zu hinterlassen“

Fot. Faustyna.pl Weltjugendtag. In seiner Abschlussrede in Krakau wettert Papst Franziskus gegen den Kult des Erfolgs um jeden Preis und die Bequemlichkeit. Paul Flückiger  ( Krakau )  Sengende Hitze, heftige Gewitterschauer und ein fröhliches Gedränge auf den Pilgerwegen zum Feld der Barmherzigkeit im Krakauer Vorort Brzegi prägten den letzten Besuchstag von Papst Franziskus in Polen. Nach manchen Quellen drängten sich bis zu drei Millionen vor den Toren der altehrwürdigen Stadt, um mit Franziskus den Abschluss des sechstägigen Weltjugendtags zu feiern. Aus Sicherheitsgründen war das Gelände großflächig für den öffentlichen Verkehr abgesperrt, Scharfschützen sicherten den Papst. Dass sich niemand in Polen von der Angst vor Terroranschlägen einschüchtern ließ, sollten die Massen von Teilnehmern beweisen, die sich zur Abschiedsmesse des Papstes versammelt hatten. Das Regierungsfernsehen TVP zeigte neben dem Papst immer wieder das fast vollständig anwesende Ministerkabi

Eine Party für den guten Papst

Fot. Diecezja.pl Gottes-Rapper, Christen- Rock und Abertausende tanzende Jugendliche: Polens konservative Kirchenmänner verunsichern die ausgelassenen Feiern beim Weltjugendtag. Paul Flückiger (Krakau) Fast bis zur Oesterreichischen Apotheke (polnisch: Apteka Austriacka) an der Krupnicka-Straße haben sich die Pilgerscharen gestaut. Sie wollen zurück zu den Błonia-Wiesen, wo die christliche Band New Life'M zusammen mit einem halben Dutzend weiterer Pop- und Rockgruppen den 1050. Jahrestag der Christianisierung Polens feiert. Auch Pater Jakub Bartczak, Polens bekanntester Gottes-Rapper, tritt dort auf. Doch für die singenden und tanzenden Pilger aus aller Herren Länder zählt vor allem das Zusammensein. „Es ist einfach eine total coole Stimmung“, schwärmt der junge Vorarlberger Daniel Pickart, der sich spontan einer deutschen Pilgergruppe aus Bad Waldsee angeschlossen hat. Mit einem übergroßen österreichischen Adler und einer klitzekleinen deutschen Flagge ziehen s

Franziskus in Auschwitz: Mit der Kraft des Schweigens

Beim Besuch des früheren Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau am Freitag verzichtete der Papst auf Worte. Er ließ das Dröhnen der Stille wirken – eine starke Geste. Fot. Wikipedia   Paul Flückiger (Auschwitz)   Mehr als eine Stunde haben die 1000 Gäste schweigend auf den Papst gewartet – statt zu singen und zu jubeln. Nun erhebt sich ein Klatschen, als Franziskus beim Opferdenkmal zwischen den zwei größten Gaskammern des früheren deutschen KZ Birkenau (Auschwitz II) eintrifft. Doch Franziskus erwidert die Freude nicht, mit ernstem Ausdruck begrüßt er Polens Premierministerin Beata Szydło, dann geht er gesenkten Hauptes hoch zu den Mahntafeln in den 23 Sprachen der Auschwitz-Opfer. Auf der Tribüne am gegenüberliegenden Ende des leeren Platzes weint ein Kleinkind. Franziskus beugt sich über jede Gedenktafel und hat seine eigene Sprache für das Grauen gefunden: das Schweigen. Still und mit von Schmerz verzerrtem Gesicht hatte Franziskus eine gute Stunde zuvor

Pilgern aus Leidenschaft

Jeder vierte Pole begibt sich pro Jahr auf eine Reise zum Lobe Gottes. Die Polen lieben di e Pilgerfahrt. Jedes Jahr sind 10 Millionen unterwegs, ob katholisch oder orthodox. Höhepunkt der Frömmigkeit ist Mitte August.  Fot. M. Graczyk Von Paul Flückiger, Koszalin (2003) Die polnische Pilgersaison hat am Wochenende in Tschenstochau (Czestochowa), ihren Höhepunkt erreicht. Um die 200 000 Gläubige haben laut Angaben des polnischen Staatsfernsehens in dem berühmten Marien-Sanktuarium «Jasna Gora» an den Feierlichkeiten zu Mariä Himmelfahrt teilgenommen. Rund 4,5 Millionen Polen besuchten 2002 Tschenstochau, um dort vor der als besonders wundertätig geltenden Statue der schwarzen Madonna zu beten. Nur Lourdes kann sich rühmen, mehr Pilger zu beherbergen.  Zehn Millionen Polen machen sich pro Jahr in eines der 700 Marien-Sanktuarien des Landes auf, eine Million geht zu Fuss. Manche besuchen eine der katholischen Kultstätten, wie das Grab des von den Kommunisten in den achtzi