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Wahlbeteiligung in Frankreich


Zu den Urnen, Buerger!
Wichtige Wahlbeteiligung in den franzoesischen Wahlen 2017
Wahlkampagne in Frankreich 2017

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Joseph Bochenski: Für eine Kultur des rationalen Arguments

"Wer glaube, dass Gott die Welt geschaffen hat, braucht die Wissenschaft nicht zu fürchten. Ich bin ein ausgeprägter Rationalist, unter anderem deshalb, weil ich ein gläubiger Mensch bin - sagte Joseph Bochenski. - Die Wissenschaft ist voll von Widersprüchen, die aufzulösen sind – gemäss dem Sprichwort von Whitehead, dass „ein Widerspruch keine Katastrophe ist, sondern eine Gelegenheit. Nur Menschen schwachen Glaubens oder von kleinem Verstand fürchten sich vor der Wissenschaft. Der Glaube ist keine Verstandessache, man kann ihn nicht beweisen, aber wenn man bereit ist zu glauben, muss man seinen Verstand benutzen." Das Interview mit dem polnisch-schweizerischen Philosophen udn Dominikanern wurde 1992 gef ü hrt, doch bleiben Bochenskis Aussagen auch heute aktuell.  - Als Wissenschaftler und Geistlicher verbinden Sie in Ihrer Arbeit Glauben und Wissenschaft. Was für ein Verhältnis besteht zwischen beiden, anscheinend widersprüchlichen Bereichen des menschlichen Le

Bialowieza - Europas letzter Urwald

Im Nordosten Polens an der weissrussischen Grenze befindet sich der letzte Primärwald des europäischen Tieflandes. Über 8000 Jahre lang hat hier keine Menschenhand eingegriffen; Wolf, Luchs und Wisent finden einen Rückzugsraum. Doch der Bialowieza-Urwald ist in Gefahr. Fot. Wikipedia Von Paul Flückiger, Bialowieza (Polen) Ein öffentlicher Bus verbindet zwei mehrere Quadratkilometer grosse Waldlichtungen mit der Aussenwelt. In der ersten, Teremiski, findet man einige Häuser und einen kleinen Laden, vor dem Laden stehen ein Tisch und zwei Bänke. Hier hat sich der Briefträger mit einer Flasche Bier für eine Pause niedergelassen. Der Meinung des Fremden, dass er in einer ausnehmend schönen Gegend Dienst tue, stimmt er sofort zu, als das Gespräch allerdings auf die geplante Erweiterung des nahen Nationalparks kommt, verstummt der gesprächige Mann und sagt nach einer Weile: «Die einen meinen dies, die andern jenes.» In der nächsten Waldlichtung, Budy, helfen zwei Bauern ei

Aus Rache in den Krieg gezogen

Eine sowjetische Soldatin, die 1945 in Berlin einmarschierte. Tamara Lebedewa, Soldatin, war neunzehn, als sie mit der Roten Armee in Berlin einmarschierte. Heute befehligt sie einen Veteranenchor. Paul   Flückiger, Tiraspol (2005) « Die Deutschen sind ein ehrliches und arbeitsames Volk, ein Kulturvolk - ganz anders als unsere russischen Iwans», sagt Tamara Lebedewa. Sie spricht mit fester Stimme und hält sich dabei auch heute noch aufrecht wie ein Stock. Nein, die einfachen Bürger Nazi-Deutschlands seien nicht schuld am Krieg gewesen, sagt die bald 80-jährige Kriegsveteranin. Ihre Lebensgeschichte liesse anderes erwarten: 1942, wenige Monate nach dem Überfall Deutschlands auf die Sowjetunion, verliert sie Vater und Bruder durch eine Bombe. Die Fünfzehnjährige meldet sich als Freiwillige bei der Roten Armee in Leningrad. Ihre Motivation: Rache. «Ich war zu jung, zu klein, hatte nicht einmal einen Pass», erinnert sich Tamara Lebedewa, die «Tara» genannt werden will