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Joseph Bochenski - Zitate

* JOSEPH BOCHENSKI (1902-1995) – polnisch-schweizerischer Philosoph und Dominikaner, ueber:

- Gott und die Wissenschaft
„Wer glaube, dass Gott die Welt geschaffen hat, braucht die Wissenschaft nicht zu fürchten. Ich bin ein ausgeprägter Rationalist, unter anderem deshalb, weil ich ein gläubiger Mensch bin.“

- Pazifismus
„Meiner Meinung nach sind die Pazifisten für die Kriege verantwortlich. Sie rüsten die friedlichen Länder und Nationen ab, und in den kämpferischen dürften sie den Pazifismus nicht verbreiten.“

- Humanismus
„Er ist ein Aberglaube! Die ganze Wissenschaft von der Astronomie bis zur Psychologie, widerspricht dieser Weltanschauung. Der Mensch ist nur ein Fragment des Alls, ein kleines Bruchstück des Lebens.“

- Religiös pluralistisches Europa
„Wenn ein vereintes Europa entsteht, muss es pluralistisch sein, weder katholisch noch protestantisch, sondern religiös neutral.“

- Karol Marx
„Marx hatte sein Ideal des Kampfes um die soziale Gerechtigkeit, und im Geiste bin ich immer noch ein Soldat geblieben. Dieser Kampf hat mir also imponiert. Meiner Meinung nach war Marx beinahe ein Genie.“

- Zukunft
„Prognostizieren ist heutzutage ein sehr riskantes Geschäft. Was ist denn eine Prognose? Es ist ein Syllogismus: „Wenn die Umstände unabänderlich bleiben, passiert dies und jenes“. Aber die Umstände verändern sich zurzeit immer schneller.“

- Westeuropa
„Ganz Westeuropa ist zu einem grossen Teil von einem geistigen Niedergang bedroht. Sie wollen keine Kinder haben, sie wollen sich nicht wehren. Sie sind eine sterbende Gesellschaft.“

Quelle: Litero.ch (http://www.litero.ch/2016/06/fur-eine-kultur-des-rationalen-arguments.html)

Der aus Polen stammende Joseph Maria Bochenski (1902-1995) war ein international angesehener Philosoph, Logiker und Dominikaner, der für eine Kultur des rationalen Arguments eingetreten war und für seine direkten, oft unkonventionellen Äusserungen bekannt war. Professor Bochenski hat an der Universität Fribourg von 1945 bis 1972 zeitgenössische Philosophie doziert und das Osteuropa-Institut geleitet. Von 1964 bis 1966 war er Rektor der Hochschule. Autor zahlreicher Schriften, u.a.: „Die Logik der Religion“, „Why studies in Soviet Philosophy“, „Wissenschaft und Glaube“, „Marxismus-Leninismus“, „Autorität, Freiheit, Glaube. Sozialphilosophische Studien“, „Gottes Dasein und Wesen, Logische Studien zur Summa Theologiae“.

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