In Polen haben Exorzisten wieder Konjunktur. Bei Kaffee und Kuchen erklärt Pater Slawomir Plusa, wie er Besessene vom Teufel befreit und auf was man als Exorzist dabei achten muss. Von Paul Flückiger (2008) Ein träger Sommerwind schleicht um die Kirche der Heiligen Hedwig. „Studentenpfarrei“ heisst es an dem schmiedeisernen Eingangstor; hohe Hecken schirmen das Gelände gegen die umliegenden Wohnblocks ab, eine Oase der Ruhe im Südwesten der Industriestadt Radom, 100 Kilometer von Warschau. Waffen hat man hier einst produziert, heute aber darbt die Industrie, dafür gibt es ein Technikum. Um die Studierenden kümmert sich Slawomir Plusa, seit Jahresbeginn zugleich Exorzist der Diözese. Plusa empfängt im kurzen Hemd mit einem kräftigen Handschlag und lädt in seine Dienstwohnung im Pfarrhaus. Den Kaffee ...
Kultur, Literatur, Politik - in dieser Reihenfolge. Wenn es gelingt.